


Allgemeine Informationen:
Der Grauburgunder (Pinot gris in Frankreich, Tokay im Elsass, Pinot Grigio in Italien) ist im wahrsten Sinn des Wortes das farb-, geschmacks- und aromamäßige Chamäleon unter den weißen Rebsorten. Er ist eine Mutation des Spätburgunders (Pinot noir) und konnte sich Ende des 16. Jh. in Europa als eigenständige Rebsorte etablieren. Sie stand teilweise im Mischsatz in den Weinbergen im Burgund zwischen Pinot noir Reben.
Ihre Beerenfarbe schwankt daher von hellgrau bis graurot und ihr Säuregehalt ist im Vergleich zum Riesling unter normalen Witterungsbedingungen niedriger. Im Weinberg kann sie sehr leicht in Traubenfarbe und Laub mit dem Pinot noir verwechselt werden. Die Grauburgunderrebe steht in ihrem Anspruch an den Standort hinter dem Riesling.
Um extraktreiche Weine zu erhalten sollten die Böden im Weinberg schwer, tiefgründig und reich an Mineralien sein. Das Mikroklima für die spätreifende Sorte, vor allem die Temperatur der Lage, sollte für die optimale Reife überdurchschnittlich sein.
Im Markgräflerland konnte sich diese Rebsorte in nennenswerter Anbaufläche erst Mitte der 50er Jahre des 20 Jh. etablieren. Heute ist sie aus dem Rebsortenspiegel in Südbaden nicht mehr wegzudenken.
Charakter des Weines:
In Deutschland wurde die Grauburgunderrebe lange Zeit ausschließlich als Ruländer ausgebaut. Ruländer ist in diesem Zusammenhang synonym für säurearme und oft mit Restsüße ausgestattete Weine. Die trockene Variante "Grauer Burgunder" ist ein spritzig-fruchtiger Weißwein mit leicht würzigem Abgang. Weine ab Prädikat Spätlese und höher sind rund und weich mit intensiver Aromatik. Sie sind die idealen Essensbegleiter in der feinen Küche.

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